Irgendwie fand ich es schon schade. Die ganzen letzten Tage war eitel Sonnenschein, doch kurz vor Düsseldorf begann es plötzlich in Strömen zu gießen. Als ich schließlich in Monheim ankam, hatte der Regen zwar nachgelassen, doch über der Stadt und dem Rhein hingen noch immer schwere graue Wolken.
Trotz Nieselregens stellte ich das Auto auf dem Parkplatz beim Schiffsanleger ab und machte mich zu Fuß auf den Weg in die Altstadt. Die Route dorthin ist wirklich schön, denn sie führt über die grünen Auen, entlang des Flusses, durch den Landschaftspark Rheinbogen. Unterwegs waren auch schon einige der zahlreichen Außenkunstwerke zu sehen, für die Monheim bekannt ist.

Die Altstadt selbst ist zwar nicht groß, dafür aber umso charmanter. Den Mittelpunkt bildet der Marktplatz mit seinem Brunnen. Rundherum stehen liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser, zudem laden gemütliche Restaurants und Cafés zum Verweilen ein. An diesem regnerischen Tag war es hier beinahe menschenleer. Bei Sonnenschein jedoch verwandelt sich der Platz mit seinen Außenterrassen in einen beliebten Treffpunkt, um bei gutem Essen und einem Glas Wein die Seele baumeln zu lassen.
Vorbei an St. Gereon und durch den Schelmenturm, einem der Wahrzeichen der Stadt, geht es weiter Richtung Stadtmitte. In der Nähe des Rathauses befindet sich der Gänselieselbrunnen. Die Gänseliesel verkörpert gewissermaßen, ja, man kann es so sagen, die Identität von Monheim. Sie und ihre Gänse begegnen einem überall im Stadtbild und sogar im Stadtwappen. Ihre Geschichte reicht bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts zurück, als Johann Peter Aschenbroich, ein Monheimer Vogt, sie erstmals in sein Siegel aufnahm.
In der Innenstadt gibt es verschiedene Shopping-Möglichkeiten sowie Cafés und Restaurants. Darüber hinaus lassen sich weitere Kunstinstallationen entdecken, von denen viele aus den Jahren 2018 bis 2024 stammen und somit noch recht neu sind.



Auch Literaturbegeisterte kommen in Monheim auf ihre Kosten. Denn eine der bekanntesten Lyrikerinnen stammt aus dieser Stadt: Ulla Hahn. In ihrem früheren Elternhaus befindet sich der “Hillas Leseschuppen” und außerdem wird es als kreatives Zentrum für Sprache und Literatur genutzt.
Der Rückweg führte mich wieder durch die Rheinauen – ein Naturgebiet, das mich wirklich fasziniert hat. Die Mischung aus Weite, Ruhe und den vielen Möglichkeiten zur Erholung macht diesen Ort zu etwas Besonderen.
Trotz des wechselhaften Wetters war es ein wunderbarer Tag, der viel zu bieten hatte. Hast du Interesse etwas mehr über die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten zu erfahren? Dann folge hier dem Link zu meinem neuen Beitrag über Monheim.
Viel Spaß beim Entdecken wünscht
die Drachenwolke

PS: Was wäre eine historische Stadt ohne eine ihrer Sagen? In Monheim erzählt man sich die Geschichte vom lustigen Spielmann – schau doch mal rein!
