Mainz ganz kurz – was du wissen solltest

 

Ein Blick in die Geschichte

Durch die gute Lage zwischen Rhein und Main war das Gebiet von Mainz schon frühzeitig besiedelt. Urzeitlicher Funde zeigen, dass bereits vor 20.000 bis 25.000 Jahren Jäger hier Rast hielten.

Maria Statue Mainz bei Drachenwolke Geschichte und Sagen & Legenden vom Rhein

Maria-Statue

In den letzten Jahrhunderten vor Chr. bauten die Kelten ihre erste Siedlungen und schufen zugleich die Grundlage für den späteren Namen der Stadt. Sie nannten das Gebiet Mogontiacum. Diese Bezeichnung ist auf den keltischen Gott Mogons zurückzuführen.

Nachdem die Römer das gesamte linke Rheinufer unter ihre Kontrolle gebracht hatten, gehörte das Gebiet ungefähr 500 Jahre lang dem Imperium Romanum an.

Unter der Herrschaft der Franken wurde Mainz ein Umschlagplatz für Güter aller Art. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt gingen auch gleichzeitig eine kulturelle Entwicklung und ein steigender politischer Einfluss einher.

Im Mittelalter wurde dieser Wachstumsprozess noch durch die besonderen Privilegien, welche den Bürgern der Stadt vom Erzbischof Adalbert verliehen wurden, gefördert. Zu den Privilegien gehörten Steuerfreiheiten und das Recht, sich nur innerhalb der Stadtgrenzen vor Gericht verantworten zu müssen.

Kurfürstenzyklus Mainz bei Drachenwolke Geschichte und Sagen & Legenden vom Rhein

Mainzer Kurfürsten-Zyklus

Über viele Jahrhunderte war Mainz katholisch geprägt und Sitz der höchsten Reichsfürsten. Die Stadt verfügte über den einzigen Heiligen Stuhl, den sogenannte Sancta Sedes Moguntia, außerhalb von Rom.

Durch das aufsteigende Bürgertum war es der Stadt möglich, sich als einflussreicher Industriestandort zu etablieren. Die gute wirtschaftliche Entwicklung wurde auch durch die Gründung des Rheinischen Städtebundes und der Garantie des Mainzer Landfriedens begünstigt.

Gutenbergdenkmal Mainz bei Drachenwolke Geschichte und Sagen & Legenden vom Rhein

Gutenberg-Denkmal

Die einsetzende  Reformation im Jahre 1517 hatte, wie auch in Worms und anderen deutschen Städten, einen großen Einfluss. Der von Johannes Gutenberg erfundene Buchdruck ermöglichte dabei eine schnelle Verbreitung der reformatorischen Schriften. Das neue Gedankengut konnte sich jedoch nicht im vollem Umfang durchsetzen, um auch die alten Strukturen zu überwinden.

Bischöfliches Palais Mainz bei Drachenwolke Geschichte und Sagen & Legenden vom Rhein

Gartenportal des ehemaligen Bischöflichen Palais (ca. 1666)

Die Zeiten blieben weiterhin unruhig. Mit der Französischen Revolution und der Forderung nach mehr bürgerlichen Freiheitsrechten und der Überwindungen der den Fortschritt behindernden Strukturen kam es letztendlich im Sommer 1790 zum Mainzer Knotenaufstand, der im September desselben Jahres niedergeschlagen wurde.

Die Besetzung des linken Rheinufers durch die Franzosen führte 1793 zur Gründung der Mainzer Republik und den ersten freien Wahlen. Nach Beendigung der französischen Besatzung wurde auch die Republik wieder aufgelöst.

Durch die Fortsetzung der Koalitionskriege erfolgte eine abermalige Besetzung, wobei der Adel flüchtete und das Bürgertum die Oberhand erlangte. Mit der Annexion durch Frankreich wurde Mayence Hauptstadt des französischen Département du Mont-Tonnerre.

Bis zum 19. Jahrhundert war Mainz als Festungsstadt räumlich stark eingeschränkt. Deshalb konnten in diesem Zeitabschnitt nicht mehr als 30.000  Menschen in der Stadt wohnen. Erst 1872 wurden die Stadtmauern erweitert, was einen Bevölkerungszuwachs wie auch einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung mit sich brachte. Im Jahre 1908 wurden erstmals 100.000 Einwohner gezählt, wodurch Mainz zur Großstadt aufstiegen war.

Wie auch andere Städte am Rhein, erlebte Mainz die schwersten Bombenangriffe am Ende des 2. Weltkrieges. Durch die britische Bombardierung am 27. Februar 1945 und das damit verbundene Feuer wurde die Stadt zu 80% zerstört, wobei 1200 Tote zu beklagen waren.

Heute ist Mainz Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz und mit seinen über 200.000 Einwohnern großstädtisch geprägt. Die Stadt zeichnet sich durch verschiedene Baustile aus, wobei im innerstädtischen Bereich noch gut erhaltene mittelalterlichen Bauten anzutreffen sind.

 

Blickpunkt Museum und das Gutenbergjahr

Das Jahr 2018 steht im Zeichen des Gutenbergjubiläums, da sich sein Todestag zum 550. Mal jährt. Im Gutenbergjahr wird nicht nur das Augenmerk auf Gutenberg selbst gerichtet, sondern auch auf die verschiedenen Formen des Buchdruckes bis hin zur Informationstechnologie sowie den Kommunikationsarten in der Gegenwart und der Zukunft.

Gutenbergmuseum Mainz bei Drachenwolke Geschichten und Legenden und Sagen rund um den Rhein

Ausstellung Gutenbergmuseum

Viele der Veranstaltungen werden im Gutenberg-Museum stattfinden, welches eines der ältesten Druck- und Schriftmuseen ist. Das Museum gibt einen guten Einblick in die von Gutenberg erfundene Drucktechnik wie auch in die Entwicklung des gedruckten Wortes weltweit. Die Glanzstücke der Sammlung sind sicher die originellen Gutenberg-Bibeln, die ältesten Bücher, die mit beweglichen Lettern gedruckt wurden. Ergänzend zur Dauerausstellung finden anschauliche Aus- und Vorführungen zur Buchdruckkunst sowie Wechselausstellungen zu Typografie, Buchgestaltung und dem Kunstdruck statt.

 

Die Mainzer Museenlandschaft ist breit gefächert, wobei der Schwerpunkt bei historischen Ausstellungen liegt. Beispiele hierfür sind das Landesmuseum im kurfürstlichen Marstall mit Ausstellungen beginnend von der Steinzeit bis zur Moderne, das Museum für antike Schifffahrt mit den Römerschiffen oder die Taberna Archaeologica mit dem Heiligtum der Isis und Mater Magna.

 

Das bekannte Römisch-Germanische Zentralmuseum war bis 2017 im Kurfürstlichen Schloss untergebracht, das eines der wenigen Gebäude im Stil der Spätrenaissance in Mainz ist. Das Museum ist momentan geschlossen. Die voraussichtliche Neueröffnung soll 2020 sein. Das neue Gebäude wird sich dann direkt neben dem Museum für antike Schifffahrt befinden.

 

Ein kleiner Rundgang in der Innenstadt

Fusssgängerzone Mainz bei Drachenwolke Geschichte und Sagen & Legenden vom Rhein

Innenstadt Mainz

 

Mainz hat eine Fülle an Sehenswertem und Interessantem zu bieten. Da es schwierig ist, alles vorzustellen, will ich mich auf einen kleinen Rundgang konzentrieren. Ich zeige einige der Hauptsehenswürdigkeiten, welche innerhalb eines Tages und mit einem nicht zu großen Laufabstand zu bewältigen sind.

 

 

Die Theodor-Heuss-Brücke

Theodor-Heuss-Brücke Mainz bei Drachenwolke Geschichten und Sagen & Legenden vom Rhein

Theodor-Heuss-Brücke

Um sich auf die Stadt einzustimmen, ist die Ankunft über die Theodor-Heuss-Brücke sicher eine der schönsten Routen. Diese Brücke verbindet das rechtsrheinische Kastel, welches zur hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden gehört, mit Mainz, der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz.

Theodor-Heuss-Brücke Mainz Wiesbaden bei Drachenwolke Geschichten und Sagen und Legenden rund um den Rhein

Theodor-Heuss-Brücke mit dem Museum Castellum

Im Jahre 1882 wurde der Bau der Brücke mit ihren fünf Fachwerkbögen begonnen. Bereits nach ihrer Fertigstellung 1885 war sie eine Hauptverkehrsachse und zudem von enormer Bedeutung für Fußgänger wie auch Radfahrer.

Die während des 2. Weltkrieges zerstörte Brücke wurde von 1948 bis 1950 wiedererrichtet. Am 15. Mai wurde das Bauwerk durch den Bundespräsidenten Theodor Hess, dessen Namen es seitdem trägt, eingeweiht.

 

Das Rathaus

Rathaus von Mainz bei Drachenwolke Geschichten und Sagen & Legenden rund um den Rhein

Rathaus von Mainz

Das Mainzer Rathaus wird im Volksmund auch scherzhaft Fuchsbau, in Anlehnung an den zur Entstehungszeit amtierenden Oberbürgermeister Jockel Fuchs, genannt. Der moderne Bau wurde von Arne Jacobsen und Otto Weitling 1968/1970 entworfen und von 1970 bis 1974 errichtet. Zusammen mit dem Hilton-Hotel und der Rheingoldhalle bildet es einen modernen Komplex, welcher schon weitem sichtbar ist, wenn man von der Theodor-Heuss-Brücke Richtung Stadt fährt.

Der Eisenturm

Eisenturm Mainz bei Drachenwolke Geschichten und Sagen & Legenden rund um den Rhein

Eisenturm

Der Torturm befindet sich unweit des Rathauses und verdankt seinen Namen dem Eisenmarkt, der in früheren Zeiten hier abgehalten wurde. Der 1240 erbaute Turm ist noch einer der drei erhalten gebliebenen Wachtürme, welche Teil der Stadtmauer waren. Vormals Stadttor, dann als Militärgefängnis verwendet, dient der sechsgeschossige Turm heute als Ausstellungsort für den Kunstverein.

 

 Der Markt

Rathaus Dom Mainz bei Drachenwolke Geschichten und Sagen & Legenden rund um den Rhein

Fußgängerbrücke in Richtung Dom

Vom Eisenturm oder über eine Fußgängerbrücke vom Rathaus kommend, erreicht man schnell den Dom-Marktplatz. Der hier abgehaltene Wochenmarkt (immer dienstags, freitags und samstags) ist sicher einer der ältesten und auch schönsten Märkte mit vielen regionalen Produkten und einer angenehmen Atmosphäre.

Markt Mainz bei Drachenwolke Geschichten und Sagen & Legenden rund um den Rhein

Markt vor dem Dom

 

Der Marktbrunnen

Der beeindruckende Renaissancebrunnen auf dem Liebfrauenplatz wurde 1526 vom Mainzer Erzbischof, Kardinal Albrecht von Brandenburg, gestiftet. Der reich verzierte Dreistützenbrunnen besteht vorrangig aus rotem Sandstein. Die dargestellten Szenen erinnern an die niedergeschlagenen Bauernkriege und zeigen deutlich die damaligen Machtverhältnisse auf. Die von Valentin Barth geschaffene Madonnenfigur wurde 1890 nachträglich auf den Brunnen aufgesetzt.

 

Der Mainzer Dom

Der Mainzer Dom ist ein herausragendes Zeugnis der Romanik und beeindruckt noch heute durch seinen Stil wie auch seine Größe.

Auf Veranlassung des Erzbischofs und Erzkanzlers Willigis wurde der Bau rund 975 begonnen und 1009 fertiggestellt. Der neue Dom befand sich wahrscheinlich direkt neben seinem damaligen Vorgänger aus der Karolingerzeit.

Bereits bei seiner Einweihung brannte der Dom ab, was leider auch nicht das einzige Mal bleiben sollte. Insgesamt siebenmal versuchte das Feuer das mächtige Bauwerk zu vernichten. Jedes Mal wurde der Sakralbau mächtiger wieder errichtet als er davor war.

Heute zählt der vorrangig aus rotem Sandstein geschaffene und durch die Bebauung fast eingeschlossene Dom drei Schiffe, zahlreiche Kapellen und zwei Chöre. Der Ostchor, der älteste erhaltene Teil des Bauwerks, ist St. Stephan und der Westchor, wo sich der Hauptaltar befindet, ist St. Martin geweiht.

Seit 1928 wurden 45 der 84 amtierenden Bischöfe im Dom bestattet. Einige der Grabdenkmäler sind an den Kirchenwänden und dem Kreuzgang angebracht und spiegeln eindrucksvoll die wechselhafte Geschichte wieder.

 

Ein anderer sehenswerter Sakralbau, nur ein paar Gehminuten vom Dom entfernt, ist katholische Pfarrkirche

St. Stephan

Pfarrkirche St. Stephan Mainz bei Drachenwolke Geschichten und Sagen & Legenden rund um den Rhein

Pfarrkirche St. Stephan

Der St. Stephan ist ein weiteres Bauwerk, welches auf Geheiß des Erzbischofs und Erzkanzlers Willigis errichtet wurde. Diese Kirche wurde rund 990 als Kollegiatstift auf dem St. Stephansberg erbaut. Als Willigis im Jahre 1011 starb, wurde diese Kirche zugleich seine Ruhestätte. Die gebräuchliche Beisetzung im Dom war nicht möglich, da dieser abgebrannt war.

Die 992 eingeweihte romanische Basilika ersetzte man in den Jahren 1290-1338 durch einen Neubau mit einer spätgotischen Hallenkirche. Der 66 Meter hohe Kirchturm stammt vermutlich bis zur Höhe des noch heute sichtbaren Spitzbogenfrieses aus der ursprünglichen Willigiskirche. Der Kreuzgang wurde später, in den Jahren 1462 bis 1499, ergänzt. Hier befinden sich zudem die Grabplatten und die Wappen der Stifterfamilien und sehenswerte Plastiken.

Als am 18. November 1857 der in der Nähe befindliche Pulverturm explodierte, wurde der St. Stephan mit seiner barocken Innenausstattung stark beschädigt. Bei den Wiederaufbauarbeiten erhielt der Sakralbau nunmehr eine neugotische Innenraumgestaltung.

Durch Bombenabwürfe und den damit verbundenen Brände am 27. Februar 1945 wurde erneut das Innere und der Turm der Kirche zerstört. Nach Kriegsende begann der Wiederaufbau des Sakralbaus.

Fenster von Marc Chagall in St. Stephan Mainz

Fenster von Marc Chagall

Die Restaurationsarbeiten dauern bis heute an. Einen großen Schritt stellte der Einbau der Fenster, die der jüdische Künstler Marc Chagall (1887 – 1985) schuf, dar.

1973 konnte der Pfarrer Klaus Mayer den Künstler Marc Chagall davon überzeugen, einen Auftrag zur Anfertigung der neuen Kirchenfenster anzunehmen. Marc Chagall sah seine Arbeit nicht nur als künstlerische Herausforderung, sondern auch als ein Beitrag zur deutsch-jüdischen Aussöhnung an.

1978 wurde das erste Chagall-Fenster des damals 91-jährigen Künstlers eingesetzt. Bis zu seinem Tod, sieben Jahre später, folgten noch acht. Die anderen, schlichter gehaltenen Fester der Kirche fertigte Charles Marq an, der 28 Jahre lang mit Marc Chagall zusammenarbeitet hatte.

Die Fenster von Chagall sind einzigartig in ihrer Gestaltung. Ihren Farben lassen die Kirche in einem leuchtend blauen Licht erstrahlen. In diesem Licht sind Engel und andere biblische Gestalten und Ereignisse zu finden.  Eines der bekanntesten Darstellungen ist die Versuchung von Adam und Eva im Paradies.

 

Eine weitere sehenswerte Kirche in Mainz ist die

Die Christuskirche

Die Christuskirche ist eine evangelische Kirche und bildet ein Äquivalent zum Dom, welcher der römisch-katholischen Diözese Mainz angehört.

Rund 1800 lebten in dem damals katholisch geprägten Mainz nur einige hundert Protestanten. 100 Jahre später war bereits ein Drittel der Stadt protestantisch. Durch dieses schnelle Wachstum entstand die Notwendigkeit, ein neues und größeres Gotteshaus zu errichten. Mit der Ausbreitung der Stadt ergaben sich ideale Möglichkeiten, um mit einem Neubau zu beginnen.

Die Pläne für die neue Kirche im Stil der italienischen Hochrenaissance fertigte Eduard Kreyßig an. Von 1896 bis 1903 erfolgte der Bau der Christuskirche.

Während des zweiten Weltkrieges wurde die Kirche, wie die meisten Gebäude der Stadt, schwer beschädigt. Der Wiederaufbau begann 1952 und ließ die Christuskirche bald wieder im alten Glanz erstrahlen. Die auffallende, 80 Meter hohe Kuppel ist einer der höchsten Punkte der Stadt und ragt noch heute über die Dächer der Stadt hinaus.

Christuskirche Mainz bei Drachenwolke Geschichten und Legenden & Sagen vom Rhein

Kuppel der Christuskirche

Neben den kirchlichen Aktivitäten ist die Christuskirche gegenwärtig auch ein Platz der Begegnung. Regelmäßig finden hier Ausstellungen, Konzerte und Aufführungen statt.

 

Wenn man gedanklich die Standorte der drei Kirchen miteinander verbindet, befindet sich in der Mitte des Dreiecks die Innenstadt von Mainz. Ein Bummel durch die Einkaufsstraßen, vorbei an Sehenswürdigkeiten lohnt sich allemal:

 

Der Kirschgarten

Kirschgarten Mainz bei Drachenwolke Geschichten und Legenden & Sagen vom Rhein

Kirschgarten

Wenn man in der Altstadt im Kirschgarten steht, fühlt man sich in der Zeit zurückversetzt. Die aus dem 15. bis 18. Jahrhundert stammenden Fachwerkhäuser bilden einen beschaulichen Platz. Früher war dieser Platz vollständig von Häusern eingeschlossen. Heute ist der Kirschgarten von verschiedenen Seiten zugänglich. Auf dem Platz befindet sich auch der 1932 gestiftete Brunnen mit der Harxheimer Madonna, welcher den vormaligen eisernen Brunnen ersetzt.

 

Brunnen

 

Mädchenbrunnen Mainz bei Drachenwolke Geschichten und Legenden & Sagen vom Rhein

Brunnen „Määnzer Mädcher“

In der Innenstadt sind einige, sehr schöne Brunnen zu finden. Ein Beispiel hierfür ist der Mädchenbrunnen. Die drei „Määnzer Mädcher“ halten ihre Regenschirme in der Hand. Sie sind so gut vor dem Nass von oben geschützt, stehen mit ihre Füße jedoch (manchmal) im Wasser.

 

Staatstheater Mainz

Das Staatstheater in der Innenstadt von Mainz wurde 1833 als Großherzogliche Nationalbühne Mainz feierlich eröffnet.

Mit dem Bau wurde Georg Moller beauftragt. Er war bereits zu jener Zeit ein bekannter Architekt sowie Oberbaurat und Hofbaudirektor des Großherzogtums Hessen-Darmstadt.

Die von ihm entwickelte Form des Theater war revolutionär. Anstelle eines eckigen Grundrisses entwarf er ein Theater, bei dem die Rundungen des Zuschauerraums nach außen gekehrt waren.

Leider hatte der Bau von Moller den Nachteil, dass durch den runden Bau beinahe kein Platz für ein Foyer übrig blieb. Aus diesem Grund wurde 1910 ein Vorbau errichtet, wodurch die charakteristische Ausstrahlung verloren ging.

Theater Mainz Grosses Haus bei Drachenwolke Geschichten und Sagen & Legenden vom Rhein

Staatstheater Mainz

Das durch den 2. Weltkrieg zerstörte Theater wurde zwischen 1949 und 1951 wiederaufgebaut.

1997 wurde das Kleine Haus mit 400 Sitzplätzen, welches mit einer gläsernen Brücke und einem unterirdischen Gang mit dem Hauptgebäude verbunden ist, erbaut. Das Große Haus mit 1000 Sitzplätzen wurde 2001 vollständig modernisiert. Dabei blieb die unter Denkmalschutz stehende Außenfassade vollständig erhalten.

Heute ist das Mainzer Staatstheater eines der modernsten Theater Deutschlands, in dem Schauspiel, Oper, Konzerte wie auch der Tanz und Jugendvorführungen zuhause sind.

 

Und da wäre noch …

Mainzelmännchenampel Mainz am Rhein bei Drachenwolke Geschichten

Mainzelmännchenampel

Sicher wäre noch eine Menge über Mainz zu erzählen. Ganz unerwähnt sollte jedoch nicht bleiben, dass Mainz rheinische Weinhauptstadt und Mitglied des internationalen Great Wine Capitals Global Network, einem Zusammenschluss bekannter Weinbaustädte, ist.

Des Weiteren ist Mainz Medienstadt. Das ZDF, der SWR und 3sat sind u.a. hier ansässig.

In diesem Zusammenhang ist Mainz seit November 2016 um eine Attraktion reicher: die Mainzelmännchenampel. Mit der Einführung der ersten Mainzelmännchenampel an der Großen Bleiche haben die kleinen Gesellen ihren Siegeszug auch im Straßenverkehr angetreten …

 

 

 

 

 

 

 

Sage zur Entstehung des Mainzer Stadtwappens


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