Sage aus Düsseldorf

Wie entstand eigentlich der Name Schelm von Bergen?

Der adelige Name Schelm von Bergen ist sicher beson­ders. Deshalb stellt man sich unwill­kür­lich die Frage, wie er entstanden ist.

Da ich sowieso eine neue Sage für meine Webseite wollte, machte ich mich an die Suche. Dabei stieß ich gleich auf mehrere Geschichten. Es gibt mindes­tens sechs verschie­dene Über­lie­fe­rungen, welche die Namen­s­her­kunft der Schelmen von Bergen belegen.

Offen­sicht­lich war ich auch nicht die Erste, die sich mit diesem Thema beschäf­tigte. Gut doku­men­tierte Nach­for­schungen zeigen, dass der Fami­li­en­name Schelm von Bergen schon vor dem in den Sagen genannten Entste­hungs­zeit­raum bestand. So tauchte der Name erst­malig in Doku­menten des begin­nenden 12. Jahr­hun­derts auf*. Drei Jahr­hun­derte später bestanden die Schelme von Bergen bereits als eine weit­ver­zweigte Adels­fa­milie, die vor allem in und rund um Frank­furt lebte.

Neben der Fami­li­en­ge­schichte ist auch die Deutung des Wortes Schelm nicht ganz unwichtig. Denn in früheren Zeiten verstand man darunter etwas anderes als heute. Wird das Wort Schelm gegen­wärtig im Sinn von Schlitzohr oder Spaß­vogel verwendet, so bedeu­tete es früher zumeist Henker oder Abde­cker. Bei einer noch früheren Anwen­dung des Begriffs heißt Schelm soviel wie Todbringer. Die ersten Träger dieses Namens hatten demnach am Kreuzzug oder an anderen Kämpfen teil­ge­nommen.

Aber nun genug mit aller grauen Theorie und wieder zurück zu unseren Sagen. Der Stoff der Namens­deu­tung wurde von verschie­denen Dich­tern aufge­griffen. Einer der bekann­testen Dichter davon ist Hein­rich Heine. Die Ballade von ihm und eine darauf beru­hende freie Nach­er­zäh­lung von mir ist nun bei der Drachen­wolke zu finden. Neugierig?

Hier geht es zu dem Gedicht von Hein­rich Heine “Schelm von Bergen” und der nach­er­zählten Sage mit dem glei­chen Titel.

Viel Spaß beim Lesen!

Erläuterung der Entstehung des Name Schelm von Bergen

*Neues allge­meines deut­sches Adels-Lexicon: Band 1, Ernst Hein­richt Kneschke„ Georg Olms Verlag, Heraus­ge­geben 31.12.1860

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.