Kennst du Utrecht schon?

Die Stadt liegt sehr zentral, fast genau in der Mitte der Nieder­lande, und direkt am Amsterdam-Rhein-Kanal, der kürzesten Schiff­fahrts­ver­bin­dung zwischen Amsterdam und dem Ruhr­ge­biet.

Innenstadt Fußgängerzone Utrecht
Platz in der Altstadt

Utrecht ist vieles: Grach­ten­stadt, Bischofs­stadt, Domstadt, Univer­si­täts­stadt, Fahr­rad­stadt, Einkaufs­stadt, Kunst­stadt, Messe­stadt … und bestimmt ließe sich noch das eine oder andere hinzu­fügen. Es gibt gewiss genug zu sehen und zu erleben. Darüber hinaus hat Utrecht eine sehr ange­nehme Atmo­sphäre. Beson­ders bei schönem Wetter empfiehlt sich ein Besuch in einem der vielen Cafés entlang der Grachten in der histo­ri­schen Altstadt.

Sicht auf Dom von der Oude Gracht aus
Sicht auf Dom

Woher kommt der Name Utrecht?

Der Name Utrecht leitet sich vom latei­ni­schen Wort Trai­ectum ab. Mit Trai­ectum bezeich­neten die Römer eine Fluss­stelle, die durch­watet oder zu Fuß über­quert werden konnte.

Im Laufe der Zeit verän­derte sich Trajectum zu einem verein­fachten Trecht. Der Anfangs­buch­stabe U stammt vom altnie­der­län­di­schen uut, was strom­ab­wärts bedeutet. Der Stadt­name Utrecht lässt sich also mit strom­ab­wärts am Ufer nahe dem Fluss­über­gang über­setzen.

Ein kurzer geschichtlicher Rückblick

Kloster aus dem 11./ 12. Jahrhundert, Teil der romanischen Mariakirche
Klos­ter­gang der ehema­ligen Mari­en­kirche aus dem 11./12. Jh.

Wie die Herkunft des Namens schon andeutet, geht die Grün­dung der Stadt auf römi­sche Wurzeln zurück. Um 50 n.Chr. errich­teten die Römer hier eine ihrer ersten Sied­lungen, die sich durch ihre güns­tige Lage an den Flüssen Nieder­rhein, Lek, Waal und Merwede auszeich­nete.

Die römi­sche Sied­lung wurde mehr­mals, zumin­dest zum Teil, zerstört und wieder­auf­ge­baut. Nach dem Abzug der Römer entbrannte ein erbit­terter Kampf zwischen den Friesen und den Franken um den Ort.

Der Missionar und Bischof Willi­brord ließ im 7. Jahr­hun­dert in dem fast verlas­senen Grenz­posten erst zwei und später noch eine dritte Kirche errichten. Damit war die Grund­lage geschaffen, auf der sich Utrecht ab dem 8. Jahr­hun­dert zum reli­giösen Zentrum der nörd­li­chen Nieder­lande entwi­ckeln und sich als Bischofs­sitz etablieren konnte. Anfang des 10. Jahr­hun­derts wuchs auch der Einfluss der Bischöfe auf die welt­liche Macht. Noch heute ist Utrecht der Sitz des römisch-katho­li­schen und eines altka­tho­li­schen Erzbi­schofs.

Die gut erhal­tenen Grach­ten­häuser in der Utrechter Altstadt stammen aus dem 16. und 17. Jahr­hun­dert. Mit einem aufstre­benden Bürgertum und dem begin­nenden inter­na­tio­nalen Über­see­handel markierte diese Zeit die Blüte­zeit der Stadt. 1636 wurde die Univer­sität von Utrecht gegründet, die heute eine der größten und renom­mier­testen Univer­si­täten der Nieder­lande ist.

Utrecht — eine Stadt zwischen Vergangenheit und Moderne

Die Altstadt

Das histo­risch geprägte Zentrum von Utrecht besitzt nach Amsterdam und Maas­tricht die meisten Kultur­denk­mäler der Nieder­lande.

Die Innenstadt mit ihren Grachten

Gracht Innenstadt Utrecht
Maar­ten­sbrug im Stadt­zen­trum

Rund um den Dom befindet sich die histo­ri­sche Altstadt mit den gemüt­li­chen Grachten und ihren Cafés, Restau­rants wie auch Einkaufs­mög­lich­keiten.

Utrecht ist bekannt für sein einzig­ar­tiges Kanal­system. Insbe­son­ders die Grachten (Kanäle) mit den soge­nannten Werft­kel­lern sind ein Marken­zei­chen. Diese Keller wurden ursprüng­lich als Lager­flä­chen genutzt, liegen direkt auf Wasser­ni­veau und sind heute oft in Cafés, Restau­rants oder kleine Geschäfte umge­wan­delt.

Utrecht Innenstadt
Geschäfte an der Gracht im Zentrum
Käsegeschäft in der Innenstadt von Utrecht
Käse­ge­schäft in der Innen­stadt
Eine der vielen Wand­ma­le­reien der Stadt
Souve­nir­ge­schäft an der Oude Gracht

Der Dom

Eine der bemer­kens­wer­testen Sehens­wür­dig­keiten ist der Dom. Da Utrecht Bischofs­sitz war, kam ihm eine beson­dere Bedeu­tung zu. Ursprüng­lich stand der Dom in der Mitte von vier Kirchen, die zusammen ein großes Kreuz bildeten.

Der Bau des Doms begann 1254. Der 112 Meter hohe Turm, der mit 465 Stufen der höchste Kirch­turm der Nieder­lande ist, wurde zwischen 1321 und 1382 fertig­ge­stellt.

Die Domkirche ist dem heiligen Martin, dem Schutz­pa­tron der Stadt, geweiht. Seit 1580 gehört die Kathe­drale zur evan­ge­lisch-refor­mierten Kirche.

Im Jahre 1674 zerstörte ein schwerer Sturm das Lang­haus der Domkirche. Aus diesem Grund ist heute nur der Chor, das Quer­schiff und der Turm, welcher separat steht, zu sehen.

Domturm
Dom Utrecht bei Drachenwolke Geschichten und Infos rund um den Rhein
Domkirche
Utrechter Dom Klostergarten
Klos­ter­garten des Doms
Altar im Dom
Moderne Kunst im Dom
Denkmal Utrecht bei Drachenwolke Geschichten und Infos rund um den Rhein
Jan van Nassau Denkmal neben dem Dom

Nicht wei vom Dom entfernt befindet sich die Willi­bord­kerk. Diese eindrucks­volle Kirche ist ein heraus­ra­gendes Beispiel neugo­ti­scher Archi­tektur in den Nieder­landen und sowohl für ihre kunst­volle Gestal­tung als auch ihre Geschichte bekannt.

Willibrordkerk

Die Willi­brord­kerk ist eine der eindrucks­vollsten Kirchen in Utrecht. Sie liegt im Zentrum der Stadt, nahe dem Dom und der Oude­gracht, und ist sowohl für ihre kunst­volle Gestal­tung als auch ihre Geschichte bekannt. Die Kirche ist nach dem Heiligen Willi­brord benannt, einem Missionar aus dem 7. Jahr­hun­dert, der Gründer des Bistum Utrechts aber auch des Klos­ters Echter­nach war.

Die Willi­brord­kirche wurde zwischen 1875 und 1877 erbaut. Der Entwurf stammt von Alfred Tepe, einem der führenden Archi­tekten der nieder­län­di­schen Neugotik. Die Archi­tektur ist stark von der engli­schen und fran­zö­si­schen Gotik inspi­riert, mit hoch aufra­genden Türmen, Spitz­bo­gen­fens­tern und einer reich verzierten Fassade. Das Innere der Kirche ist für seine farben­frohe Deko­ra­tion bekannt. Die Wände und Decken sind mit präch­tigen Fresken und Orna­menten verziert, die von Künst­lern der soge­nannten „Utrechtse School“ geschaffen wurden. Die beein­dru­ckenden Bunt­glas­fenster erzählen bibli­sche Geschichten und das Leben von Heiligen und Missio­naren.

Kirchen in Utrecht / Piusbruderschaft
Mari­en­ka­pelle in der Willi­brord­kerk

Letters van Utrecht

Letters van Utrecht
Beginn der Letters van Utrecht

Entlang der Oude­gracht im Zentrum der Stadt liegen die Letter van Utrecht, ein fort­lau­fendes Gedicht, bei dem jeder Pflas­ter­stein einen Buch­staben trägt. Jeden Samstag wird ein neuer Buch­stabe vor Ort, um 13 Uhr, gehauen und hinzu­ge­fügt. Für einen Buch­staben kann jeder spenden, wobei der Name des Spen­ders seit­lich in den Stein eingra­viert wird. Das Gedicht wird fort­ge­setzt, solange es Spender gibt.

Der erste Buch­sta­ben­stein des Gedichts, das von der Utrechter Dich­ter­gilde stammt, wurde am 1. Januar 2000 gelegt. Jedes Jahr wächst das Schrift­band um etwa 5 Meter. Das Projekt wurde von Joseph Beuys’ „7000 Eichen“ inspi­riert und verbindet Kunst mit sozialen Enga­ge­ment — jeder kann auf diese Weise seinen Anteil bzw. sein „Stein­chen“ für die Gemein­schaft beitragen.


Der Planetenpfad

Sonne des Plane­ten­pfads nahe des Doms

Wer mehr über das Sonnen­system und die räum­li­chen Dimen­sionen der Planeten erfahren will, für den ist der Plane­tenweg eine inter­es­sante Heraus­for­de­rung.

Dieser Lehr­pfad zeigt nämlich das Sonnen­system in verklei­nertem Maßstab, wobei die Planeten durch Modelle entlang des Weges darge­stellt werden. Die Abstände zwischen den Planeten und ihre Größen sind propor­tional zu den tatsäch­li­chen Verhält­nissen im Sonnen­system darge­stellt.

Der Plane­ten­pfad beginnt mit der Sonne in der Nähe des Doms im Stadt­zen­trum und führt in südli­cher Rich­tung. Je nachdem, ob man zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Kajak unter­wegs ist, beträgt die Strecke zwischen 6,7 und 8,3 Kilo­me­tern. Die Rück­reise ist mit der Buslinie 41 möglich.

Die Sonne — die erste Station des Plane­ten­pfads

Museen

Catharijneconvent  in Utrecht
Eingang Catha­ri­jne­con­vent

Catharijnekonvent

Das Catha­ri­jne­con­vent ist ein Museum in Utrecht, Nieder­lande, das sich auf die Geschichte des Chris­ten­tums in den Nieder­landen spezia­li­siert hat. Es befindet sich in einem ehema­ligen Augus­ti­ne­rin­nen­kloster, das wahr­schein­lich nach der Heiligen Katha­rina von Alex­an­drien benannt wurde. Das Klos­ter­ge­bäude grenzt direkt an die Katha­ri­nen­ka­the­drale.

Das Museum zeigt vor allem eine umfang­reiche Samm­lung mittel­al­ter­li­cher Kunst. Beson­ders beein­dru­ckend sind die Schatz­kammer und die Gemälde alter Meister alter Meister aus dem Goldenen Zeit­alter. Regel­mäßig werden Sonder­aus­stel­lungen orga­ni­siert.

Vor dem 5. Dezember, dem nieder­län­di­schen Sinter­klaas-Fest, ist hier auch das Haus des Sinter­klaas einge­richtet, das sich bei Kindern großer Beliebt­heit erfreut. Ein beson­deres High­light ist die anschlie­ßende Ausstel­lung einer Weih­nachts­grippe aus dem 18. Jahr­hun­dert mit über 600 Figuren. Die Weih­nachts­grippe kann kostenlos besich­tigt werden.  

Mittelalterliche Kunst im Catharijnenconvent Utrecht
Mittel­al­ter­liche Kunst, Catha­ri­jne­con­vent
Monstranz Catharijnenconvent Utrecht
Mons­tranz, Catha­ri­jne­con­vent
Gefährtin Ursulas, Ausstellung Catharijneconvent Utrecht
Gefährtin Ursulas, Catha­ri­jne­con­vent

Centraal Museum

Das Centraal Museum befindet sich im histo­ri­schen Gebäude einer ehema­ligen Klos­ter­an­lage, gleich neben der Nico­lai­kirche. Es beher­bergt eine viel­fäl­tige Samm­lung, die Alte Meister, Moderne und zeit­ge­nös­si­sche Kunst, Design, Mode und die Geschichte der Stadt Utrecht umfasst. Zudem ist hier auch noch das origi­nelle Atelier von Dick Bruna, dem Schöpfer der beliebten Kinder­buch­figur Miffy, zu finden.

Garten Centraal Museum Utrecht
Innen­platz zwischen Centraal Museum und Niko­lai­kirche
Museum Cetraal Goldenes Zeitalter
Ausstel­lung Goldenes Zeit­alter
Museum Centraal - Arbeitsplatz von Dick Bruna
Atelier Dick Bruna
Museum Centraal - Rietveld Ausstellung
Riet­veld Ausstel­lung

Utrecht ist nicht nur bekannt für ihre male­ri­schen Grachten und histo­ri­schen Kirchen, sondern auch für ihre viel­fäl­tige Muse­ums­land­schaft. Die Stadt bietet eine beein­dru­ckende Auswahl an Museen, die von Kunst und Geschichte bis hin zu Wissen­schaft und Technik reichen. Nach­fol­gend habe ich eine Auswahl von Museen zusam­men­ge­stellt, bei der für jeden etwas dabei ist und die einen Einblick in die Viel­falt gibt:

Nijntje-Museum

Das Nijntje Museum ist insbe­son­dere für junge Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren ein High­light. Die Ausstel­lung entführt in die farben­frohe Welt von Nijntje, dem nieder­län­di­schen Namen für die welt­weit bekannte Hasen­figur Miffy. Diese wurde von Dick Bruna erschaffen, der in Utrecht lebte und arbei­tete, und einer der bekann­testen Kinder­buch­au­toren und Illus­tra­toren des Landes ist. Das Museum ist in verschie­dene Bereiche unter­teilt, die jeweils ein spezi­fi­sches Thema aus den Büchern von Nijntje aufgreifen, wie zum Beispiel Zuhause, Zoo, Bauernhof und Verkehr. Jeder Raum ist inter­aktiv gestaltet und lädt Kinder zum Entde­cken, Spielen und Lernen ein. Aber auch Erwach­sene hat das Museum einiges zu bieten, denn sie erhalten inter­es­sante Einblicke in das krea­tive Schaffen von Dick Bruna.

Nijntje Museum in Utrecht
Nijntje-Museum

Museum Speelklok

Das Museum Speelklok ist ein ganz beson­deres Museum, das der Welt der selbst­spie­lenden Musik­in­stru­mente gewidmet ist. Es beher­bergt eine beein­dru­ckende Samm­lung mecha­ni­scher Musik­au­to­maten, — von Jahr­markt­or­geln über Glocken­spiele und selbst­spie­lende Klaviere bis hin zu Musik­uhren und kleinen Spiel­dosen. Täglich finden Führungen statt, bei denen die Instru­mente vorge­führt werden und Inter­es­santes über die Technik und Geschichte dieser faszi­nie­renden Maschinen weiter­ge­geben wird. Das Museum bietet so eine Mischung aus Nost­algie, Inge­nieurs­kunst und musi­ka­li­schem Erbe. Es ist sowohl für Musik­lieb­haber und Tech­nik­in­ter­es­sierte als auch für die ganze Familie geeignet.

Eingang Museum Speelklok Utrecht
Eingang Museum Speelklok
Orgel im Museum Speelklok Utrecht
Jahr­markt­orgel im Museum Speelklok
Mechanische Uhr mit Glockenspiel im Museum Speelklok in Utrecht
Mecha­ni­sche Uhr mit Glocken­spiel

Eisenbahnmuseum Utrecht
Eingang Spoor­weg­mu­seum

Spoorwegmuseum

Das Spoor­weg­mu­seum ist ein Eisen­bahn­mu­seum, für große aber auch vor allem kleine Fans dieses faszi­nie­renden und prak­ti­schen Fort­be­we­gungs­mit­tels. Begin­nend im histo­ri­schen Bahnhof Malieba­an­sta­tion aus 1874, bietet es eine faszi­nie­rende Reise durch die Geschichte der Eisen­bahn in den Nieder­landen – von 18. Jahr­hun­dert, den ersten Dampf­ma­schinen, bis hin zur Zukunft mit dem Hyper­loop, entwi­ckelt von Studenten aus Delft.

Beson­dere High­lights sind z.B. die “Stalen Monsters”-Halle, der 4 D‑Zugsimulator die origi­nal­ge­treuen Waggons des Orient­ex­press oder auch eine Fahrt für Kinder im Minizug. Darüber hinaus finden regel­mäßig Vorstel­lungen statt, um einen guten Einblick über und um die Eisen­bahn geben.

Universiteitsmuseum Utrecht — UMU

Das Univer­si­tei­ts­mu­seum in Utrecht ist ein viel­sei­tiges Museum, das sich auf die Wissen­schaft und Geschichte der Univer­sität Utrecht konzen­triert. Es werden verschie­dene Themen­be­reiche, wie Biologie, Medizin, physi­ka­li­sche Prozesse oder Geologie behan­delt. Teil des Museums ist auch der angren­zende Hortus Bota­nicus. Neben der reinen Wissens­ver­mitt­lung kommt dem inter­ak­tiven Teil eine große Bedeu­tung zu. Durch die anschau­li­chen Darstel­lungen und die Einbe­zie­hung der Besu­cher ist das Museum für die ganze Familie geeignet.

UMU - Universiteitsmuseum Utrecht
Univer­si­tei­ts­mu­seum
Museum Sonneborgh in Utrecht
Museum Sonne­borgh

Museum Sonneborgh

Sonne­borgh ist ein Museum über Astro­nomie und Meteo­ro­logie. Neben den Ausstel­lungen bietet es ein abwechs­lungs­rei­ches Programm, darunter spezi­elle Akti­vi­täten für Kinder und zur Ster­nen­be­ob­ach­tung. So werden beispiels­weise von Oktober bis März an jedem Wochen­ende Obser­va­tionen des Ster­nen­him­mels durch­ge­führt.

Das Museum ist in einer Stern­warte aus dem 19. Jahr­hun­dert unter­ge­bracht, deren Geschichte jedoch viel weiter zurück­reicht: Ursprüng­lich war Sonne­borgh ein Teil der Vertei­di­gungs­an­lage von Utrecht, die im Jahr 1552 errichtet wurde.

Das moderne Gesicht von Utrecht

Das Rietveld-Schröder-Haus

Rietveld-Schröder-Haus Utrecht
Riet­veld-Schröder-Haus

Einen gelun­genen Kontrast zu den histo­ri­schen Gebäuden der Innen­stadt bildet das Riet­veld-Schröder-Haus. Dieses Monu­ment der modernen Archi­tektur wurde nach den Ideen der Kunst­rich­tung De Stijl errichtet. Der Utrechter Archi­tekt Gerrit Riet­veld baute das Haus sowie einen Groß­teil der Innen­ein­rich­tung 1924 für seine Auftrag­ge­berin Truus Schröder, die das Haus bis zu ihrem Tod 1985 bewohnte. Das kubi­sche Wohn­haus sollte Kunst und Alltag optimal mitein­ander verbinden. Sowohl das Gebäude als auch die Innen­aus­stat­tung, z.B. Schie­be­wände, sind mini­ma­lis­tisch und flexibel an die Bedürf­nisse der Bewohner anpassbar.
Das Riet­veld-Schröder-Haus gehört zum UNESCO-Welt­kul­tur­erbe.


Moderne Wohn- und Dienstleistungszentren

Weitere und natür­lich auch noch moder­nere Gebäude finden sich überall in der Stadt. So wurde in den letzten Jahren zwischen dem Haupt­bahnhof und dem Messe­ge­lände Jaar­beurs rege gebaut. Dazu gehört auch das Einkaufs­zen­trum Hoog Catha­rijne. Dieses über­dachte Center verbindet den Haupt­bahnhof Utrecht Centraal mit der Altstadt, wo es an den Markt anschließt. In dem Komplex befinden sich insge­samt 124 Geschäfte, 27 Restau­rants, verschie­dene Büros und Wohnungen. Eine weitere Beson­der­heit von Hoog Catha­rijne ist, dass der Verlauf der Singel, des Kanals, der die Altstadt einschließt, erhalten wurde und noch direkt unter dem Center verläuft. So können auch klei­nere Boote unter dem Komplex hindurch­fahren, was durch die einge­bauten Glas­flä­chen beob­achtet werden kann.

Eingang Shopping Center Hoog Catharijne bei Utrecht Centraal
Eingang Shop­ping Center Hoog Catha­rijne
Singel unter Hoog Catharijne
Singel unter Hoog Catha­rijne
Moderner Bau bei Utrecht Centraal
Moderner Bau bei Utrecht Centraal

Parks in Utrecht

Nicht weit vom Stadt­zen­trum entfernt befinden sich verschie­dene Parks, die sowohl für die Erho­lung als auch Akti­vi­täten in der Natur ideal sind. Die bekann­testen von ihnen sind der Wilhelmina‑, Juliana‑, Maxima- und Grift­park sowie die Lepe­len­burg. Diese Parks eignen sich sowohl für Pick­nicks als auch für Sport und Erho­lung. Die meisten verfügen zudem über Restau­rants, Spiel­plätze oder sogar Strei­chel­zoos. Neben diesen Stadt­parks gibt es auch ausge­dehn­tere Grün­flä­chen, die zu längeren Spazier­gängen oder Radtouren einladen – wie beispiels­weise Amelis­weerd oder die Rhijnauwen (Rhein­auen).

Park Bloyendal in Utrecht
Der Park Bloey­endal ist ein Natur­pa­ra­dies mit seltenen Pflanzen, umso erstaun­li­cher da er sich zwischen Büro­kom­plexen, Wohn­ge­biet und Auto­bahn befindet.
Wilhelmina Statue im Wilhelmina Park in Utrecht
Die Wilhel­mina-Statue im Wilhel­mi­na­park – einem Park im engli­schen Land­schafts­stil mit einem Teich, Restau­rant und Aben­teu­er­spiel­platz.
Nieuwe Hollandse Waterlinie - verdedigingslinie - Verteidigungslinie
Die Nieuwe Hollandse Water­linie ist eine Vertei­di­gungs­linie in den mitt­leren Nieder­landen, die zwischen 1815 und 1940 von Muiden bis zum Bies­bosch ange­legt wurde. Die Linie besteht aus mehr als fünfzig Forten und sechs Festungs­städten sowie verschie­denen mili­tä­ri­schen und hydro­lo­gi­schen Bauwerken.

Zu den Utrechter Sagen: Der Stein an der Kette und Der Basi­lisk von Utrecht

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Kommentare

Utrecht — 2 Kommentare

  1. Herz­li­chen Dank für diesen Ausflug nach Utrecht.
    1969 wurde dort unser Sohn geboren. Lange her. Ab und zu waren wir im Laufe der Jahre in Utrecht. Aber mit zuneh­menden Alter fällt das Reisen schwer. Wie schön, wenn man sich auf dem großen Bild­schirm die Sehens­wür­dig­keiten nochmal in Erin­ne­rung rufen kann.
    Wer noch niemals dort war: HINFAHREN.
    Und sich auch das viel­leicht nie enden wollende Gedicht aus Pflas­ter­steinen an der Oude Gracht ansehen. Utrechter kaufen einen Pflas­ter­stein mit einem Buch­staben. Und ein Schrift­band wandelt sich zu jedes Wochen­ende zu einem Gedicht. Seit 2012 geht das schon so. Irgend­wann ist das dann fertig.
    Dank U well!
    Helga Martha

    • Liebe Helga Martha,

      vielen Dank für dein nettes Feed­back. Es freut mich, dass dir der Beitrag über Utrecht gefallen hat. Es stimmt, die Stadt ist wirk­lich einen Besuch wert. Obwohl sie ständig im Umbau ist (irgendwo ist immer eine riesige Baustelle 😉 ), lädt vor allem der histo­ri­sche Teil zu einem Spazier­gang ein. Im Moment umso mehr, da die Restau­rie­rung des Domturms nach einigen Jahren endlich abge­schlossen wurde. So kann man wieder von einem fantas­ti­schen Rund­blick über die Stadt genießen.

      Ehrlich gesagt muss ich zugeben, dass ich die Sache mit den Pflas­ter­steinen — das unend­liche Gedicht von Utrecht — noch nicht kannte. Natür­lich habe ich sofort gegoo­gelt und war begeis­tert. Ich werde es bestimmt in mein Update über Utrecht aufnehmen. Denn das wollte ich sowieso tun, weil es in dieser „gezel­lige stad“ — wie die Nieder­länder sagen würden — einiges Neues mehr zu entde­cken gibt. Ich würde mich freuen, wenn du dann wieder auf der Website vorbei­schauen würdest.

      Harte­lijke groeten uit Neder­land,
      Patricia

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